Wir haben August 2006, beschissenes Wetter, kein Geld in der Tasche und dieses Jahr noch keinen neuen Treffenaufkleber auf der Scheibe. So konnte es einfach nicht weitergehen. Zum Glück für alle Verzweifelten, die ihre Karre mal wieder erst am Ende der Saison fertig haben, gibt´s ja noch Spa.
Top organisiert ging´s mal wieder los.
"Hosch wann is Spa eigentlich?"-"Öh, Morgen?!?"-"Des bassd scho!" Also schnell panisch Mitfahrer gesucht und Karren organisiert. Mit am Start waren Tobi und sein Bruder Tilo (aka. the Rohnfeld Brothers). L0r bekam leider keinen Urlaub.
Da Hoschys Motor zurzeit irgendwie läuft wie ein Sack Nüsse und Jans Bug bei der beetle-factory rumsteht, haben wir uns für Elchs Bug entschieden. (Was heißt entschieden, wirklich viel Auswahl hatten wir ja nicht ) Der ist schließlich den Beweis für seine Langstreckentauglichkeit bisher noch schuldig geblieben. Also Abschleppseil und Ölkanister eingepackt und mit fünf Leuten, zwei Käfer und jeder Menge Bier und Würstchen ab nach Spa.
German Dachgepäckträger in the House ... Yoooo!!
Rohnfelder Tobi & Rohnfelder Tilo auf Käfer (Rohnfelder Umbau)
"Guck Tobi... da unten is der Auspuff!"
Das eure Reise harmonisch verlaufen wird, kündigt sich meist dadurch an, dass nach zehn Minuten der Fensterheber seinen Geist aufgibt. Das Problem hatte sich aber nach zwei Stunden Fahrzeit erledigt, den auf mysteriöse Art und Weise funktionierte er auf einmal wieder. Ganz im Gegensatz zu der Rohnfelder-DigiCam, die bei ihrer Aufgabe symmetrische Bilder zu produzieren fast völlig versagte.
Hier ein kleiner Auszug aus dem Rohnfelder Fotoarchiv
Ansonsten: Gebt Hoschy niemals ne Karte in die Hand, außer ihr wollt die Mosel und das Hunsrück sehen oder eventuell über den Brenner nach Spa fahren.
Als Grundregel beim Packen gillt: Aerodynamische Dachgepäckträger helfen euch dabei, euren Spritverbrauch auf umweltfreundliche 14 Liter auf 100 km zu senken. Nicht zu vergessen das zusätzliche Maß an Endgeschwindigkeit, dass euch dabei hilft, mit unglaublicher Dynamik Lastwägen zu überholen und gleichzeitig Skat zu spielen, eure Wäsche zu waschen und die Großmutter zu besuchen. Zur besseren Veranschaulichung ein kleines Video:
Anschließend noch ein kleiner Ratschlag an alle Männer, die Kontakt zu Pferde-Lastwagen-Fahrern mit sexuell fragwürdiger Ausprägung haben wollen: Nehmt das gratis Cola-Glas beim Mc Donalds Maxi-Menü in rosa. Nähere Infos gibt´s bei Hosch. Zitat: "Arrrh, wer von euch Mädchen hat denn das rosa Glas genommen?!?"
Wer von den beiden ist jetzt der Lastwagenfahrer?
Um einen möglichst guten (in Spa heißt das trockenen) Campingplatz abzustauben, haben wir uns bereits Donnerstags auf den Weg gemacht. Nachdem wir bei der ersten Stelle bereits beim Aufbau abgesoffen sind, wählten wir beim zweiten Mal eine Lage über dem Meeresspiegel. Hätten wir das nicht gemacht, hätte unser Zelt nach kurzer Zeit irgendwann mal so ausgesehen:
Geheime Rohölquellen in Spa entdeckt! Busbesitzer Millionär!
Bis Samstag vertrieben wir uns die Zeit mit rumsitzen und Bier trinken. Wenn man Hunger hatte, ging man vor zur netten Pommensverkäuferin und bestellt mit wirklich überragenden Französischkentnissen einmal "Fritz mit nänänä". Was man dann serviert bekommt? Darüber erzählt euch Elch noch genaueres.
"Fritz mit nänänä" aka. Pommes mit Majo wunderhübsch angerichtet auf dem Boden. Elch dazu: "Was servieren die den Scheiß auch in Tüten"
Gelegentliches wildes aus dem Zelt gerenne und Karren anstarren während der sporadischen Regenpause sorgte für Abwechslung und nasse Füße. Das ging so bis Samstag Morgen. Da kam Anja. Ab dann wurde auf einmal Deo benutzt, ernsthaft über´s duschen nachgedacht und Zähne geputzt. Jan war sogar scheißen ... 50 Cent kostet das übrigens in Spa.
Sozialberaterin Anja W. lauscht drei Drogenopfern in einem belgischen Armenviertel
Delegation aus Fernost bei der Zubereitung asiatischer Nudelsuppen mit fragwürdiger Geschmacksrichtung und zweifelhafter Qualitätskontrolle
Doch warum sind wir eigentlich nochmal nach Spa gefahren? Wegen der sterbenslangweiligen Motorradshow? Den German Aircult-Bloggern, die einem sofort klarmachen, dass sie nicht wirklich mit einem reden wollen? Wegen den Pommes? Mitnichten!
Geile Karren, porno Motoren und ein üppiger Teilemarkt waren genug Gründe 1000 Kilometer quer durch Europa zu fahren. Vergesst nicht, wir verlosen immernoch England. Gibt übrigens viele T1-Busse da. Aber jetzt genug gelabert, jetzt gibt´s Titten Karren:
Ah, anbei noch ein kleiner Hinweis an die Veranstalter: Was hat euch dazu verleitet die Titten-Show gleichzeitig mit der Dragster-Vorführung zu veranstalten?!?! Wo soll Man(n) denn da jetzt hin? Das war ein schweeerer Gewissenskonflikt, ehrlich!
TÜV Prüfers Liebling - ab morgen sogar mit Bodenfreiheit
Na, habt ihr schon Elchs neuen Motor gesehen
2006 noch voll angesagt… Hoodride
Der neue Trend 2007 … Woodride feat. Waldstetten!
Der Gipfel der Dekadenz
Könnt ihr uns verraten, wie man DAS ohne Rost hinbekommt?
Speedbieber-Abonnenten Dominique und Georg bei geheimer Inspektion der Show-Meile gefilmt
Der wohl schönste Stau der Welt
Na geil geworden? Mehr Pics gibt’s wie immer in der Gallerie
Sonntags hatten wir schließlich alles gesehen, die gesamte Kohle verprasst verfeuert und zur Abwechslung regnete es auch mal wieder. Trockene Socken waren bei den meisten eh schon Freitags Mangelware. Es war also an der Zeit zu gehen. Alle neu erstandenen Teile wurden schließlich irgendwo verstaut, die Zelte mehr oder weniger abgebaut, der 9,90 Kaufland Grill stehen gelassen und voller Elan ("Endlisch Schlaafen") die Heimreise angetreten.
Hier noch ein Tip für zukünftige Käferfahrer mit chronischer Platznot: Trittbrettzierleisten auf dem Dachgepäckträger ganz unten zu verstauen ist keine besonders gute Idee
Wir konnten jedoch nicht heimfahren ohne einen kleinen Umweg über Luxemburg zu machen. Selbst V-Power ist da um längen günstiger wie billiges deutsches Hobelbenzin. Da aber vor uns vermutlich noch nie jemand V-Power mit einem 34PSer getankt hat: Entweder es hilft tatsächlich oder von Luxemburg bis Deutschland geht es nur Bergab. Die Tachonadel befand sich auf der Rückfahrt zumindest deutlich länger im dreistelligen Bereich.
Luxemburger Tank-o-Mat mit V-Power für 1,13/Liter. Es gibt noch ein Paradies auf dieser Welt
Tja das war also Spa 2006. War schon ziemlich geil, leider auch ziemlich versifft. Aber für Rock-am-Ring erprobte Hardcore-Camper war auch das zu schaffen. Wo sonst wird man morgens um 14:00 Uhr von einem 2,4 Liter Typ 1 geweckt und kann sein Auto mal so richtig hemmungslos dreckig machen? Teilemarkt, Dragstrip und geile Karren muss man ja eigentlich schon gar nicht mehr erwähnen. Im nächstes Jahr dann mit Kübel
Ein Stillleben in Schlamm, schmierend gezeichnet mit Wasserfarben, ein echtes Meisterwerk von Don "van Dreck" Hoschy
Aber wie geil ist denn das mit denn Fritten???? mit nänänä, selten soooo gelacht vorm Rechner, ihr seid echt zu geil!!!
lor
(29.8.06 19:19)
moah wär ich doch bloß mit dann waer ich jetz nicht t2 und haette den dreckigen verweigerungs kack an meinem hinternkleben... nächstes jahr dann und dann bitte mit 4 kaefern min. !!!1 und möglicherweise auch mit tüv *g*
euer navigatorlor
Anja
/ Website
(2.9.06 20:23)
und ich hätte mir fast nen käfer erschlafen können...
saugeil wars, danke fürs mitnehmen und diesen spitzen bericht!!